sight seeing
Künstler: Clemens Mairhofer, Lucas Norer, Sebastian Six
Eine Tiefgarage in Auwiesen wurde von Clemens Mairhofer, Lucas Norer und Sebastian Six akustisch aufgezeichnet. Die daraus produzierten Klangspuren präsetieren die Künstler im Zuge einer Liveperformance direkt in der Garage.
Für den weiteren Verlauf des Fesitvals ist das Audiostück bei einer Mehrkanalsoundinstallation am Ort der Performance hörbar.
Zu jeder Wohnung in der Wohnanlage gehört ein Parkplatz in der Tiefgarage von dem aus man, ohne den Außenraum betreten zu müssen, direkt in die Wohnungen geht. Die Garagen sind also die Orte, an denen sich die BewohnerInnen treffen, die unausweichlich fast alle AuwiesenerInnen frequentieren, die aber nur von BewohnerInnen selbst betreten werden können. Mairhofer/Norer/Six setzen genau an diesem Ort ihre aktustische Intervention und irritieren durch die bekannten und doch ungewohnten Geräusche, die alle halben Stunden während der Festivalöffnungszeiten plötzlich hörbar sind.
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Parkplatzkonzert
KünstlerInnen: Las Venus (Bert Zettelmeier und Conny Kraus), Kania Tieffer
IFEK (Institut für erweiterte Kunst) veranstaltet in Kooperation mit Linz09 Good Night Stuff und Radio FRO einen Konzertabend auf einer Parkanlage in Auwiesen. Statt über eine Bühnenanlage hören die BesucherInnen die Musik über Autoradios. Damit auch die KonzertgängerInnen ohne Fahrzeug am Geschehen teilnehmen können, sind die AutobesitzerInnen dazu aufgefordert ihre Autotüren zu öffnen.
live u.a.:
Kania Tieffer (BE)
Las Venus (AT)
Fotos von Claudia Nickl und Otto Saxinger
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Improvisationskonzert mit Orgelpfeife
KünstlerInnen: Reinhard Gupfinger mit dem Chor Auwiesen (Leitung: Isabella Letzbor)
Beim Konzert für Chor und Orgelpfeife treten Chorsängerinnen des Frauenensembles Auwiesen gemeinsam mit einer von Reinhard Gupfinger gebauten Orgelpfeife auf. Die Chormitglieder sind nicht nur Sänger/innen, sondern auch Komponisten/innen - Musik als Klangerlebnis im Raum entsteht eigendynamisch ohne Dirigenten oder eine vollendete Komposition. Eine interaktive Umgebung bildet den Ausgangspunkt für die Aufführung. In diesem dynamischen System können die Chormitglieder, durch bestimmte Bewegungsabläufe, die Töne der Orgelpfeife steuern. Die von der Orgelpfeife generierten Töne sind wiederum Impulsgeber für tonale Variationen des Chorgesanges.
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Urlaubsabend
KünstlerInnen: Esther Pilkington, Daniel Ladnar, Stefanie Mold
Ein Abend am Weikerlsee in der solarCity in dem es um ambivalente Urlaubserfahrungen geht. Nach einem ausgedehnten Picknick am Weikerlsee finden zwei Performancelectures statt: Daniel Ladnar und Esther Pilkington präsentieren das “Sunny beach project”; Stephanie Mold spricht bei “Hallo solarCity, hallo Welt” über ihre aktuellen Reiseprojekte.
Sunny Beach Project
Im Winter 2005 verbrachten die KünstlerInnen Esther Pilkington, Daniel Ladnar und Kaspar Wimberley zwei Wochen am Sunny Beach in Bulgaren. Der im Sommer von Urlaubern überschwemmte Ferienort an der Schwarzemeerküste wird im Winter hauptsächlich von Arbeitern bevölkert, die den Strand auf den nächsten Sommer vorbereiten. Von dieser ungewohnten Situation im Tourismusressort frei von Urlaubern und Sommerwetter erzählen Esther Pilkington und Daniel Ladnar bei einer Lecture, die von einer Videoprojektion unterstützt wird.
Hallo solarCity, hallo Welt
Stephanie Mold zeigt beim Urlaubsabend am Weikerlsee eine Diashow, die begleitet von einem Vortrag über ihre letzten Reiseprojekte berichtet. Die Lecture streift unter anderem die Arbeit „Rebell without a clue“, eine Tattooreise von Linz bis zum Donaudelta, „Meine Betten in Istanbul“, . Weiters wird Stephanie Molds Videodokumentation „Hallo Gümüshane“ gezeigt. Für diese Aktion fuhr die Künstlerin mit dem Autobus von Linz bis Ostanatolien um dem Bürgermeister von Gümüshane einen Museumshocker aus dem Kunstmuseum Lentos als Geschenk zu bringen.
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Story Tailors
Künstlerinnen: Anna Hilti, Stefanie Thöny, Anita Zumbühl mit Nora de Baan
Anna Hilti, Stefanie Thöny und Anita Zumbühl sammeln vor Ort Kleider der BewohnerInnen der solarCity. Aus dem gewonnenen Fundus wird eine Kollektion produziert, die sich inhaltlich mit der Umgebung auseinandersetzt. Die Inszenierung dieser Kollektion wird in Zusammenarbeit mit interessierten BewohnerInnen der solarCity auf spielerische Weise vonstatten gehen. Der Entstehungsprozess soll in Form eines offenen Ateliers öffentlich zugänglich gemacht werden. Für die Präsentation der Kollektion und die Dokumentation des Projekts wird die Videokünstlerin Nora de Baan mit Hilti/Thöny/Zumbühl vor Ort zusammenarbeiten.
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STOP erwünschte Anpassungsleistung
Künstlerin: Johanna Kirsch
Die Performance von Johanna Kirsch, die in den Bäumen am Rande von Solarcity an einem Wochentag stattfinden wird, thematisiert in Form eines Camps und Textbannern den Gedanken- und Handlungshorizont eines normalisierendes Angebotes an „Sebstverwirklichungs-Optionen“ im Rahmen von Freizeit und Qualitytime (Modebegriffen die zur Vorraussetzung haben dass ‚Unfreizeit’ und ‚No-Quality-Time’ zu akzeptablen Zeitkonzepten unseres Alltags gehören) und versucht eine surreale Irritation Mithilfe einer absurden und improvisierten Aktion und Bildersprache zu setzen, die eine Verrückung der bestehenden Wirklichkeiten beabsichtig.
Fotos: Claudia Nickt und Doris Prlic
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Kleinste Gemeinsame Teiler - Die Urplotformel
KünstlerInnen: ekw14,90: Moke Klengel, Stoffl Rath, Marlies Stöger, Andre Tschinder
solarCity - eine Modellstadt, deren Geschichte erst geschrieben werden will. Doch abseits von konkreter, dokumentierter Historie: Welche fiktionalen Geschichten lassen sich mit solarCity als Ort der Handlung überhaupt denken? Schon in Aristoteles’ Poetik wird der Frage nachgegangen, wieviele mögliche Geschichten es überhaupt zu erzählen gibt und was sie alle im Kern zusammenhält. Selbst angesichts der kumulierenden Vielfalt narrativer Produktionen (Literatur, Film, Fernsehen, Theater) lassen sich sämtliche Erzählungen bei genauerer Betrachtung inhaltlich doch nur auf eine Hand voll Grundthemen reduzieren (Boy meets Girl, Mensch gegen Maschine usw.). Eine Hörspielinstallation von ekw14,90 veranschaulicht diese Theorie am Beispiel solarCity. Das architektonische Stadtmodell im Volkshaus Pichling wird zur Bühne einer akustischen Abhandlung über die Quintessenz aller Geschichten.
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bicycletron
Künstler: Leo Peschta und Gordan Savicic
Bicycletron zitiert eine Spielanordnung aus einem (für die 80er Jahre und Computerkonsolen-Ära) bedeutsamen Science-Fiction Film – TRON. Das Projekt der Künstler Leo Peschta und Gordan Savičić versucht diese Game-Matrix in die Real-Welt zu transportieren, wobei PassantInnen oder FestivalbesucherInnen die Möglichkeit haben in die Rolle der Spieler aus dem Film zu schlüpfen. Bicycletron verformt virtuellen Raum in eine reale Architektur aus Baustellen-Absperrbändern und ein Spielfeld aus Plastikstangen. Die Spieler selbst bewegen sich auf Fahrrädern durch diese Matrix aus Stangen und Bändern. Während sie gegeneinander antreten, steuert ihre Geschwindigkeit eine Soundanlage am Gepäckträger der Räder die Motorradsamples abspielt.
Fotos von Claudia Nickl und Johanna Lang
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Dekodierung der Wirklichkeit
Künstler: Jakob Dietrich/Kai Maier-Rothe
In den späten 1970er und 1980er Jahren wurde die Satellitenstadt Auwiesen - damals gepriesen als soziale und architektonische Mustersiedlung - geplant und gebaut. Was ist von der Utopie einer hetereogenen soziokulturellen und kommunikativen Infrastruktur geblieben? Funktioniert die Nachbarschaft? Oder überwiegen soziale Probleme? Jakob Dietrich und Kai Maier-Rothe gehen in ihrer Arbeit „Dekodierung der Wirklichkeit“ diesen Fragen nach und erproben das Verhandeln von möglichen Modellen des Zusammenlebens. Von AnwohnerInnen gesammelte Kommentare, Meinungen oder Wünsche werden mit kulturphilosophischen Texten zu Audiocollagen verarbeitet. Anhand dieser sollen die Auwiesen innewohnenden kritischen Potentiale und Möglichkeiten einer neuen urbanen Praxis offengelegt werden. Die Collagen werden während des Festivals in einer Audioinstallation auf dem Brunnenplatz hörbar sein.
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Anita Zumbühl
geb. 1975 in Oberdorf/Nidwalden (CH), lebt in Luzern, Zürich (CH)
beteiligt an Story Tailors